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Klimaschutz in Bissendorf

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Klimaschutz in Bissendorf:  Planerische Möglichkeiten nutzen statt Wahlgeschenke auszuschütten!

Ein Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland wird immer noch durch die Beheizung von Gebäuden verursacht. Von daher ist die Verbesserung der Gebäudeisolation sowie des Wirkungsgrads der Heizungsanlagen ein wichtiger Hebel in Richtung auf die Einhaltung unserer Klimaschutzziele. Null-Energiehäuser, also Häuser, die überhaupt keine Fremdenergie für die Beheizung benötigen, sind nicht nur ein anstrebenswertes Ziel, sondern können mittlerweile auch in unserer Region mit vertretbarem Aufwand errichtet werden. Dafür gibt es Beispiele.

Eine qualifizierte und neutrale Energieberatung, die die Auswirkungen konkreter Maßnahmen gegenüberstellt und eine Vorschau auf energetische und auch finanzielle Einsparungen bietet, sollte am Anfang jeder Sanierung stehen. Letztendlich bieten mögliche finanzielle Einsparungen einen wichtigen Anreiz, den Planungen auch konkrete Maßnahmen folgen zu lassen.

Dies hat der Gesetzgeber schon lange erkannt und bezuschusst Energieberatungen mit 300,- bis 360,- €, thermografische Aufnahmen zusätzlich mit bis zu 100,- €. Einzelheiten können auf der Homepage der Bafa nachgelesen werden.

Eine zusätzliche/doppelte Förderung durch die Gemeinde Bissendorf halten wir in Anbetracht der Haushaltslage der Gemeinde für nicht angebracht. Es ist auch zu berücksichtigen, dass nicht nur die Qualifikation und Neutralität der Berater, sondern auch die Anträge selber überprüft werden müssten in Hinsicht auf Doppel- bzw. Überförderung, was zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeuten würde.

Darüber hinaus: Thermografie-Aufnahmen für sich alleine geben ohnehin keine quantitativen Aussagen, sie können lediglich Hinweise geben auf sog. Wärmebrücken an der Außenhülle.

Und Voraussetzung für eine verwertbare Thermografie ist nach dem Stand der Technik eine konstante Außentemperatur von unter 5°C. Vor Mitte Dezember können solche Aufnahmen kaum eingeplant werden. Es gibt daher keine Veranlassung, Mittel hierfür noch in diesem Jahr bereitzustellen.

Die Fraktion der Grünen setzt sich dafür ein, auch in Bissendorf Initiativen von Bürgern zu unterstützen, die die Klimaschutzziele näher bringen. In Anbetracht der Haushaltslage möchten wir jedoch zu Maßnahmen greifen, die die Gemeindefinanzen nicht oder nur gering belasten und trotzdem eine signifikante Wirkung versprechen.

Förderung nach dem Gießkannenprinzip hingegen können wir uns nicht leisten.

Wir Grüne stellen daher den Antrag im Rat, erstmal ein Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Bissendorf zu entwickeln. Um den Haushalt zu entlasten, können dafür Fördermittel des Bundes beantragt werden. Dieses Konzept sollte, aufbauend auf dem Konzept des Landkreises, die konkreten Möglichkeiten zur Energieeinsparung und zum Umstieg auf regenerative Energien darstellen. Dazu ist gleichzeitig ein Maßnahmenkatalog für die Gemeinde zu erarbeiten.

Aktualisiert ( Freitag, den 24. Juni 2011 um 12:54 Uhr )  

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