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Holter Burg als neues Bissendorfer Rathaus?

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1.4.2012

Holter Burg als Bissendorfer Rathaus?

Bissendorfer Grüne stellen Pläne vor

Visualisierung der Planungen

Das Thema Rathausneubau beschäftigt den Bissendorfer Rat schon seit einiger Zeit. Arbeit und Aufgaben der Gemeindeverwaltung seien in den letzten Jahren enorm gewachsen, die Räumlichkeiten aber nicht. Daher ist die Verwaltung in dem jetzigen Gebäude Im Freeden viel zu beengt untergebracht, sind sich alle Parteien einig. Außerdem sei der Ort zwar Sitz der Verwaltung, ein richtiges Rathaus, das auch repräsentative und identitätsstiftende Aufgaben hätte, sei dies aber nicht. „Wo das Rathaus steht, schlägt das Herz des Dorfes“ sagte der Architekt und Denkmalpfleger Bruno Switala, der als Städtebauexperte den Rat der Gemeinde in der Rathausfrage anlässlich der Ortskernsanierung berät.

Trotz der seltenen Einigkeit über die Untragbarkeit der Situation gehen im Rat die Lösungs­strategien darüber auseinander. Grund dafür ist in erster Linie das Problem der Finan­zie­rung. Der Bissendorfer Haushalt weist ein beträchtliches Minus auf und konnte nur mittels eines Haushaltskonsolidierungskonzeptes verabschiedet werden. Ein Rathausbau ist da eigentlich nicht vorgesehen.

Trotzdem schmieden die unterschiedlichen Parteien unterschiedliche Pläne. Sie reichen von einem Neubau im Ortskern Bissendorfs, der durch einen privaten Bauträger finanziert und von der Gemeinde langfristig zurückgemietet wird, bis zur Nutzung der bereits bestehenden Schule in Wissingen.

Die Bissendorfer Grünen stellen heute ihren Vorschlag zur Diskussion:

Die Holter Burg soll im historischen Stil eines repräsentativen Verwaltungsgebäudes wiederaufgebaut und Rathaus der Gemeinde Bissendorf werden. Zum einen ist dieser Standort der älteste nachgewiesene Verwaltungsplatz in der Region und würde eine weit zurück reichende historische Linie fortsetzen. Gleichzeitig würde die soziale Infrastruktur der Gemeinde deutlich verbessert, denn ein solches Rathaus wäre tatsächlich mehr als lediglich ein Verwaltungsgebäude. Vielfältige kulturelle und touristische Nutzungen sind denkbar. Zum anderen bietet dieser Standort erhebliche Vorteile für die Gemeindeverwaltung, die das gesamte Gemeindegebiet von hier aus überblicken und Probleme ganz direkt und ohne zeitlichen Verzug in Augenschein nehmen kann.

Zur Finanzierung des Projekts schlagen die Grünen eine genossenschaftliche Lösung in Form einer Rathausbetriebsgenossenschaft vor. Das würde den Gemeindehaushalt nicht belasten, den Bissendorfer Bürgern Freiheiten bei der repräsentativen Ausgestaltung des Bauwerks geben und nicht zuletzt sichern, dass das zukünftige Rathaus sich auch tatsächlich in Händen Bissendorfer Bürger und nicht einer privaten Baugesellschaft befindet.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 26. April 2012 um 12:19 Uhr )  

Kommentare 

 
#2 Rose 2012-10-12 14:15
Vielleicht bewegt eine solche Residenz ja sogar unseren Bürgermeister dazu Bissendorfer zu werden!
Aus Sutthausen sieht man die Belange der Bürger wohl nicht gut!
Also meine Stimme habt ihr!
 
 
#1 Lange 2012-04-02 11:29
Sehr schön eigentlich ... nur die Türme kommen mir doch etwas verspielt vor. Geht das nicht ein bißchen schlichter? Würde doch auch wieder etwas an Kosten sparen!

Und eine Frage noch: Sind baubiologische Gesichtspunkte ausreichend berücksichtigt worden?
 

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