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Start Schule und Bildung Bildungspolitik Gemeinsames Lernen vor Ort - von Anfang an

Gemeinsames Lernen vor Ort - von Anfang an

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Achtung, fertig, los!

Die Grundlage für den weiteren Bildungsweg wird schon in den Kinderkrippen und den Kindergärten gelegt. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kinder – unabhängig von Herkunft und sozialen Voraussetzungen - hier einen guten Start bekommen.

Kinderkrippen und Kindergärten müssen wohnortnahe angeboten werden. Dies kommt den Kindern sowie den Eltern zugute, fördert die nachbarschaftlichen Kontakte und das Miteinander. Der gleichberechtigte Zugang zu diesen grundlegenden Bildungseinrichtungen muss gewährleistet. Über das bereits auf Landesebene eingeführte kostenlose letzte Kita-Jahr vor der Grundschule hinaus wollen wir allen Kindern einen kostenlosen Zugang zum Kindergarten oder zur Kindertagesstätte ermöglichen.

Der Artikel 29 der UN-Kinderrechtskonvention fordert, dass die Bildung darauf ausgerichtet sein muss, „dem Kind Achtung vor seinen Eltern, seiner kulturellen Identität, seiner Sprache und seinen kulturellen Werten, den nationalen Werten des Landes, in dem es lebt, und gegebenenfalls des Landes, aus dem es stammt, sowie vor anderen Kulturen als der eigenen zu vermitteln.“ Dafür ist eine weitere Qualifizierungen von ErzieherInnen in der Sprachförderung und in interkultureller Kompetenz sowie die pädagogische Förderung und Einbeziehung von Betreuungspersonal mit Migrationshintergrund erforderlich. Eltern und junge Menschen mit Migrationshintergrund sollen motiviert und unterstützt werden, sich stärker in die pädagogische Arbeit wie auch in die Elternarbeit einzubringen.

Gemeinsames Lernen vor Ort - Schule ohne Ausgrenzung

Trotz des demographischen Wandels wollen wir ein vollständiges, wohnortnahes Schulangebot aufrecht erhalten. Gerade für Kinder in der Grundschule muss der Grundsatz gelten: Kurze Wege für kurze Beine. Deshalb sprechen wir GRÜNE uns grundsätzlich gegen die Schließung von Grundschulen aus.

Wir treten dafür ein, den Bildungsweg für alle Kinder und Jugendlichen möglichst lange offen zu halten. Deshalb setzen wir uns für möglichst langes gemeinsames Lernen ein, das die Bildungschancen aller Kinder erhöht. Wir GRÜNE fordern, dass der Landkreis Osnabrück sich dafür einsetzt, die Hürden zur Einrichtung von Gesamtschulen auf Landesebene abzubauen. In jeder Mitgliedsgemeinde wird eine Elternbefragung zum Wunsch nach einer integrierten Gesamtschule durchgeführt, die die Basis bildet für einen landkreisweiten Schulentwicklungsplan. Langfristig ist die Entwicklung und pädagogische Absicherung von Schulmodellen zur Integration und Inklusion aller Kinder vor Ort durch die Etablierung multiprofessioneller Teams an den Schulen anzustreben.

Auf kommunaler Ebene ist der weitere Ausbau der Schulen zu Ganztagsschulen notwendig, denn die Ganztagsschule schafft ein Mehr an Bildungschancen für alle Kinder. Die Einrichtung bilingualer Zweige in den Schulen ist zu fördern.

Die sozialpädagogische Arbeit muss mehr Raum in den Schulen finden. Dies bedeutet: Sozialarbeiterstellen – besonders auch für SozialarbeiterInnen mit Migrationshintergrund - an allen Schulen müssen eine Selbstverständlichkeit sein. Die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und Trägern der Jugendhilfe ist vor Ort notwendig, um die Familien, die Unterstützung in sozialen und familiären Schieflagen benötigen, direkt zu erreichen.

Erst durch die Verbindung der Lebens- und Lernwelten junger Menschen in Kommunalen Bildungslandschaften werden strukturelle Hindernisse beseitigt und bessere Integrationsmöglichkeiten geschaffen. In den Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften sind auch Vereine und Vertretungen von Menschen mit Migrationshintergrund sowie spezialisierte Fachdienste der Kinder- und Jugendhilfe einzubinden. Der Kreiselternrat wird bei schulischen Entscheidungen umfassend informiert und rechtzeitig um Stellungnahmen gebeten.

Die Schulbudgets der landkreiseigenen Schulen sind jährlich den Preissteigerungsraten anzupassen.

Es bedarf dringend einer Verbesserung der Bedingungen der Schülerbeförderung durch Änderung der entsprechenden Satzung. Es muss Ziel sein, für jeden Schüler einen Sitzplatz im Schülertransport vorzuhalten.

Die vielseitige Trägerlandschaft der Weiterbildungseinrichtungen mit ihren umfassenden Angeboten muss im ländlichen Umfeld erhalten und gefördert werden.



 

Aktualisiert ( Samstag, den 11. Juni 2011 um 11:19 Uhr )  

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