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Sozialpolitik

So lange alles gut geht, werden gesellschaftliche Probleme gerne übersehen. Die Jugendproteste in Spanien und England aber zeigen sehr aktuell, dass eine Gesellschaft, in der ein Teil abgehängt - und zwar dauerhaft abgehängt wird, ein großes Konfliktpotential hat. Wir Grüne setzen uns daher (und aus humanitären Gründen) für eine Gesellschaft der Chancengleichheit ein. Das gilt insbesondere für Menschen, die aus bedrohlichen Situationen zu uns geflüchtet sind, die aus benachteiligten wirtschaftlichen Situationen kommen, oder die aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen auf Hilfe angewiesen sind. Wir wollen keine Gesellschaft der Erfolgreichen, wir wollen menschlich sein.



Die Hinrichtung von Pawel Bryk durch Friedrich Kicker: die Recherchen von Dr. Volker Issmer

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Ausschnitt mit freundlicher Genehmigung des Autors:

Volker Issmer, Das Arbeitserziehungslager Ohrbeck bei Osnabrück. Hrsg. v. Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V.; dort S. 166 ff. Osnabrück 2000

 Exkurs: Frauen-Geschichten

 Description: Height 1m 75; blond hair; blue eyes; med build; operation scars on left side

[übersetzt: Beschreibung: Größe 1. 75 m; blondes Haar; blaue Augen, von mittlerem Körperbau; Operationsnarben auf der linken Seite (des Gesichts?)]

So wird Kicker in den Ermittlungsunterlagen aus dem Britischen Verteidigungsministerium stichwortartig geschildert.

Im Unterschied zu Haas, dessen Äußeres von einer Zeitzeugin einmal mit den Worten „also so ‘ne Art Göbbels“, bzw. „wie Göbbels“ als offensichtlich wenig attraktiv beschrieben wurde 79), war Friedrich (Fritz) Kicker offensichtlich eine beeindruckende Erscheinung und legte auch großen Wert auf äußere Wirkung.

.. Er sah immer so aus, wenn er da so rummarschierte, als wenn wir [anderen] nicht dawären; ich glaube, der konnte garnicht vernünftig reden, der mußte schon immer so rumschreien, und dann [hatte er] seine Reithose an, Stiefel; so lange wie kein anderer dawar, da lief er denn immer rum, hatte die Hosenträger runterhängen ..

So schildert ihn abfällig der Dolmetscher, der zuweilen dienstlich im AEL Ohrbeck tätig war und dann Kicker aus nächster Nähe erlebte.80)

Aktualisiert ( Samstag, den 03. Dezember 2011 um 17:00 Uhr )
 

Beitrag von Manfred Staub über die Hinrichtung von Pawel Bryk

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Ein dunkles Kapitel in der Geschichte von Bissendorf

Lina Gräbig und die Hinrichtung des Pawel Bryk

Nach Berichten von Zeitzeugen von M. W. Staub

Ein Ereignis aus dem Kriegsjahr 1941 erregt auch nach über 60 Jahren noch den Zorn einiger älterer Bissendorfer Bürger. Manche sind zwar darauf bedacht, nicht namentlich erwähnt zu werden, wenn sie über die damals gemachten Wahrnehmungen berichten, sind aber sehr an der Veröffentlichung der Vorgänge aus dem Jahre 1941 interessiert und halten sie für notwendig. Es handelt sich um die Hinrichtung des polnischen Zwangsarbeiters Pawel Bryk. Die Osnabrücker Zeitung hat darüber am 1.4.1999 berichtet und sich auf die Kenntnisse von Rudolf Niehaus gestützt, der sie durch das Gespräch mit Zeitgenossen erworben hatte. Eine Befragung von Ohren- und Augenzeugen hat zu einer noch differenzierteren Darstellung der Vorgänge geführt. Doch wie so oft sind auch hier Ursache und Anlass für das Geschehen verwoben in einem Geflecht von politischem Handeln und privaten mitmenschlichen Beziehungen der Beteiligten und den gesetzlichen Vorgaben der Zentralgewalt.

Aktualisiert ( Montag, den 28. November 2011 um 10:52 Uhr )
 

Ein Mahnmal für Pawel Bryk

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Ein Mahnmal für Pawel Bryk

Die jahrelange Diskussion um die Erinnerung an den jungen polnischen Zwangsarbeiter Pawel Bryk kommt doch zu einem Ergebnis. Nachdem sich Wilhelm Bruns lange Zeit vergeblich um die Benennung einer Straße im Baugebiet Rosenmühlenbach nach dem von den Nazionalsozialisten ermordeten Bryk bemüht hatte, soll nun ein Denkmal vor dem Haus Bissendorf errichtet werden.

Die Einweihung findet am 19. 11. 2011 um 11 Uhr am Haus Bissendorf statt.

Aktualisiert ( Sonntag, den 13. November 2011 um 22:27 Uhr )
 

Gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit

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Wir Grünen setzen auf eine Politik, in der ein menschenwürdiges Zusammenleben im Mittelpunkt steht – gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle müssen gewährleistet werden. Dieses gilt für den Bildungsbereich, den Zugang zum Arbeitsmarkt, für den Umgang mit Schutzsuchenden und Benachteiligten - sowie grundlegend auch für das wirtschaftliche Handeln der Kommunen.

Die Verlässlichkeit in sozialen Strukturen, langfristige Planungen und eine Abkehr vom Projektwahn schafft für die Menschen Sicherheit und Perspektiven und geht einher mit der Wertschätzung lokaler Kompetenzen.

Gemeinsam arbeiten - ohne Diskriminierung und Bevormundung

Gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit bedeutet auch: freier Zugang zum Arbeitsmarkt, zur Mobilität und zu den sportlichen und kulturellen Einrichtungen. Menschen mit geringem Einkommen benötigen kostenlose Beförderungsmöglichkeiten und freien Eintritt in die kommunalen Einrichtungen.

Die Betreuung der Arbeitslosen durch MaßArbeit soll verbessert werden: durch mehr Personal, eine intensivere und längere Einzelfallbetreuung, die die Betroffenen auch über die ersten Monate am Arbeitsplatz begleitet. Damit kann ein nachhaltiger, motivierender Übergang in Beschäftigung gewährleistet werden. Die Vermittlung in Zeitarbeits-Firmen muss bei Entscheidungen vor Ort die Ausnahme bleiben. Projekte zur geschlechtsspezifischen Berufswahl, mit dem Ziel "Mehr Jungen in Sozialberufe - mehr Mädchen in Handwerks- und Metallberufe" sind wünschenswert.

Fördermaßnahmen für Langzeitarbeitslose und/oder Arbeitssuchende sollen besser aufeinander abgestimmt und fallbezogen angeboten werden. Eine eng koordinierte Arbeit zwischen MaßArbeit und Jugendamt kann nicht nur die finanzielle Lage von Alleinerziehenden, die auf Unterhaltszahlungen angewiesen sind, verbessern. Auch langfristige Perspektiven zur eigenen Lebenssicherung können so nachhaltiger aufeinander abgestimmt werden. Praktika, die sicherlich zur Orientierung von Arbeitssuchenden ein sinnvolles Angebot sein können, dürfen nicht mehr kostenlos für Arbeitgeber durchgeführt werden. Jeder Arbeitssuchende oder Praktikant hat einen Anspruch auf finanzielle Honorierung seiner Tätigkeit!

Die öffentliche Hand soll bei der Vergabe von Aufträgen ausschließlich Anbieter mit sozialverträglichen / tariflichen Arbeitsbedingungen berücksichtigen. Dies ist im Sinne der Verantwortung für die Lebensbedingungen der Menschen für eine Kommune unerlässlich.

Bündnis 90/ Die Grünen setzen sich für einen gesetzlichen Mindestlohn und eine Begrenzung der Leiharbeit ein. Wenn LeiharbeitnehmerInnen in den Unternehmen in denen sie eingesetzt werden, den gleichen Lohn bekommen müssen wie die Stammbelegschaft, bleibt Leiharbeit darauf beschränkt, wofür sie einmal gedacht war: zur Abfederung kurzfristiger Arbeitsspitzen und nicht – wie derzeit üblich – als Quasi-Stammbelegschaft mit schlechter Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen. Dafür müssen endlich die entsprechenden Gesetze auf der Bundesebene geändert werden. Als Auftraggeber kann jedoch auch der Landkreis Einfluss nehmen. Wir treten daher dafür ein, dass die Spielräume des Vergaberechts bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im Sinne angemessener Bezahlung und vernünftiger Arbeitsbedingungen bei den beauftragten Unternehmen genutzt werden.

Gesellschaftliche Teilhabe für ältere Menschen, ein würdiges und selbstbestimmtes Leben im Wohnumfeld, das Verbleiben älterer MitbürgerInnen in vertrauten, verlässlichen Strukturen soll auf Dauer gesichert werden.

Obwohl immer mehr Menschen älter werden, ist unsere Gesellschaft auf diesen demographischen Wandel bisher kaum vorbereitet. Unser Einsatz für attraktive Innenstädte, wohnortnahe Versorgung, gut ausgebaute Radwege sowie ein verbessertes Angebot von Bussen und Bahnen berücksichtigt auch und gerade die Interessen älterer Menschen. Unser Ziel ist es, alle Initiativen, Projekte und Ansätze zu fördern, die dazu beitragen, dass ältere Menschen sich aktiv am Leben im Landkreis beteiligen können – sowie solche, die helfen, die Pflege und Betreuung menschlicher und personenbezogener zu gestalten.

Viele Menschen haben Angst vor einem Leben in einer Einrichtung. Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass in Zusammenarbeit mit den Trägern und den Seniorenräten Betreuungs- und Wohnkonzepte nach den Grundsätzen einer ganzheitlichen und individuellen Pflege ausgearbeitet werden.

Ältere MütbürgerInnen sollen ihre Interessen, Bedürfnisse und Kompetenzen gezielt auch in politische Gremien einbringen können. Eine Stärkung der Position von SeniorInnen-Beiräten und die Einbeziehung in Ausschüsse und Gremien gewährleistet eine sinnvolle Beteiligungskultur unserer älteren MitbürgerInnen.



Aktualisiert ( Mittwoch, den 06. Juli 2011 um 08:51 Uhr )
 

Flüchtlingsheim Bissendorf

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Flüchtlingsheim Bissendorf wird 2011 geschlossen

Wir freuen uns, dass das Bissendorfer Wohnheim An der Rudolfshöhe - als letztes im Landkreis - endlich geschlossen wird und damit den zuletzt noch drei verbliebenen Familien ermöglicht wird, in privaten Wohnungen unterzukommen. Einige dieser Familien wohnen schon seit 10 Jahren in räumlichen Verhältnissen, die insbesondere für Kinder vollkommen ungeeignet sind.

Aktualisiert ( Freitag, den 07. Januar 2011 um 23:46 Uhr )
 



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