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Pavel Bryk


Die Hinrichtung von Pawel Bryk durch Friedrich Kicker: die Recherchen von Dr. Volker Issmer

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Ausschnitt mit freundlicher Genehmigung des Autors:

Volker Issmer, Das Arbeitserziehungslager Ohrbeck bei Osnabrück. Hrsg. v. Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V.; dort S. 166 ff. Osnabrück 2000

 Exkurs: Frauen-Geschichten

 Description: Height 1m 75; blond hair; blue eyes; med build; operation scars on left side

[übersetzt: Beschreibung: Größe 1. 75 m; blondes Haar; blaue Augen, von mittlerem Körperbau; Operationsnarben auf der linken Seite (des Gesichts?)]

So wird Kicker in den Ermittlungsunterlagen aus dem Britischen Verteidigungsministerium stichwortartig geschildert.

Im Unterschied zu Haas, dessen Äußeres von einer Zeitzeugin einmal mit den Worten „also so ‘ne Art Göbbels“, bzw. „wie Göbbels“ als offensichtlich wenig attraktiv beschrieben wurde 79), war Friedrich (Fritz) Kicker offensichtlich eine beeindruckende Erscheinung und legte auch großen Wert auf äußere Wirkung.

.. Er sah immer so aus, wenn er da so rummarschierte, als wenn wir [anderen] nicht dawären; ich glaube, der konnte garnicht vernünftig reden, der mußte schon immer so rumschreien, und dann [hatte er] seine Reithose an, Stiefel; so lange wie kein anderer dawar, da lief er denn immer rum, hatte die Hosenträger runterhängen ..

So schildert ihn abfällig der Dolmetscher, der zuweilen dienstlich im AEL Ohrbeck tätig war und dann Kicker aus nächster Nähe erlebte.80)

Aktualisiert ( Samstag, den 03. Dezember 2011 um 17:00 Uhr )
 

Beitrag von Manfred Staub über die Hinrichtung von Pawel Bryk

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Ein dunkles Kapitel in der Geschichte von Bissendorf

Lina Gräbig und die Hinrichtung des Pawel Bryk

Nach Berichten von Zeitzeugen von M. W. Staub

Ein Ereignis aus dem Kriegsjahr 1941 erregt auch nach über 60 Jahren noch den Zorn einiger älterer Bissendorfer Bürger. Manche sind zwar darauf bedacht, nicht namentlich erwähnt zu werden, wenn sie über die damals gemachten Wahrnehmungen berichten, sind aber sehr an der Veröffentlichung der Vorgänge aus dem Jahre 1941 interessiert und halten sie für notwendig. Es handelt sich um die Hinrichtung des polnischen Zwangsarbeiters Pawel Bryk. Die Osnabrücker Zeitung hat darüber am 1.4.1999 berichtet und sich auf die Kenntnisse von Rudolf Niehaus gestützt, der sie durch das Gespräch mit Zeitgenossen erworben hatte. Eine Befragung von Ohren- und Augenzeugen hat zu einer noch differenzierteren Darstellung der Vorgänge geführt. Doch wie so oft sind auch hier Ursache und Anlass für das Geschehen verwoben in einem Geflecht von politischem Handeln und privaten mitmenschlichen Beziehungen der Beteiligten und den gesetzlichen Vorgaben der Zentralgewalt.

Aktualisiert ( Montag, den 28. November 2011 um 10:52 Uhr )
 

Ein Mahnmal für Pawel Bryk

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Ein Mahnmal für Pawel Bryk

Die jahrelange Diskussion um die Erinnerung an den jungen polnischen Zwangsarbeiter Pawel Bryk kommt doch zu einem Ergebnis. Nachdem sich Wilhelm Bruns lange Zeit vergeblich um die Benennung einer Straße im Baugebiet Rosenmühlenbach nach dem von den Nazionalsozialisten ermordeten Bryk bemüht hatte, soll nun ein Denkmal vor dem Haus Bissendorf errichtet werden.

Die Einweihung findet am 19. 11. 2011 um 11 Uhr am Haus Bissendorf statt.

Aktualisiert ( Sonntag, den 13. November 2011 um 22:27 Uhr )
 



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