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Ökologisch wirtschaftende Betriebe fördern

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Strukturwandel als Chance

Unser Leitbild einer nachhaltigen Landwirtschaft ist der ökologische Landbau. Er produziert gesunde Nahrungsmittel, belastet Natur und Umwelt nachweisbar am geringsten, achtet Tiere als Mitgeschöpfe und hält sie artgerecht. Der ökologische Landbau wirtschaftet in weitgehend geschlossenen Stoffkreisläufen.

Wir GRÜNE wollen ökologisch wirtschaftende Betriebe daher fördern und setzen uns für eine bessere Beratung und den Einsatz ökologisch und regional erzeugter Lebensmittel in Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen im Landkreis ein. Alle Kantinen und Mensen des Landkreises sollten zumindst an einem Tag pro Woche ausschließlich vegetarische Produkte anbieten. Das ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für unser Klima, denn um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, muss mindestens der zehnfache Nährwert als Tierfutter verbraucht werden. Zudem schafft es in der Bevölkerung ein Bewusstsein für ein geändertes Ernährungsverhalten.

Die Gentechnik in der Landwirtschaft bietet keine Vorteile für VerbraucherInnen, dafür aber jede Menge bisher kaum kalkulierbarer Risiken. Wir GRÜNE werden uns dafür einsetzen, dass auch der Landkreis Osnabrück – wie schon einige andere Regionen in Deutschland – zur gentechnikfreien Region wird.

Die zunehmende „Weltmarktorientierung“ der Landwirtschaft und die Konzentrationen im Bereich Verarbeitung und Handel machen BäuerInnen in immer stärkerem Maße zu „Scheinselbstständigen“, die mit immer geringeren Margen billige Rohstoffe liefern müssen. Bäuerliche Werte, Kenntnisse und Traditionen gehen dadurch verloren. Unter diesem Druck suchen die Landwirte ihr Heil in immer intensiverer Produktion. Diesen Automatismus können wir – VerbraucherInnen und BäuerInnen – nur gemeinsam stoppen. Wir GRÜNE setzen uns für die Vermarktung regionaler, in guter landwirtschaftlicher und handwerklicher Tradition produzierter Nahrungsmittel ein. Das nutzt den Landwirten, den örtlichen Fleischern, Bäckern oder Gemüsehändlern und letztlich uns allen.

Eines der größten Probleme der Intensiv-Landwirtschaft im Landkreis Osnabrück ist der Bau immer neuer Massentierställe für Schweine, Puten, Legehennen und Hähnchen. Damit ist nicht nur eine ständige Intensivierung der Landnutzung mit entsprechenden Belastungen u.a. des Bodens und des Grundwassers verbunden. AnwohnerInnen werden mit Gerüchen, zusätzlichem Verkehr und vor allem mit die Gesundheit gefährdenden Stäuben belastet. Wir GRÜNE wollen weitere Massentierställe im Rahmen der Möglichkeiten des Landkreises als zuständiger Genehmigungsbehörde mit allen verfügbaren Mitteln verhindern. Sofern neue Ställe aufgrund viel zu lascher bundes- und landesgesetzlicher Regelungen nicht zu verhindern sind, müssen sie jedoch unabdingbar mit wirksamen Filteranlagen ausgestattet werden.

Weitere Flurbereinigungsmaßnahmen, die in aller Regel zumindest mittelbar mit einer Intensivierung der Landnutzung verbunden sind, lehnen wir ab.

Trotz zahlreicher Vorteile für den Klimaschutz und auch als zusätzliche Einkommensquellen im ländlichen Raum, die die Energieerzeugung aus Reststoffen und nachwachsenden Rohstoffen in Biogasanlagen zweifellos hat, verkennen wir auch deren Nachteile nicht. Mit dem zunehmenden Maisanbau wird die Landwirtschaft weiter intensiviert, die Landschaft wird monotoner und der Lebensraum von Tieren und Pflanzen weiter beschnitten. Wir GRÜNE setzen uns daher dafür ein, die Biogasproduktion aus Pflanzen wirksam zu begrenzen und gezielt Gülle, Mist und andere organische Reststoffe in Biogasanlagen einzusetzen.



 

Aktualisiert ( Samstag, den 11. Juni 2011 um 11:22 Uhr )  

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