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Start Landwirtschaft Landwirtschaft 1000 bis 3000 Tote jährlich durch Keime aus der Massentierhaltung

1000 bis 3000 Tote jährlich durch Keime aus der Massentierhaltung

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Grüne legen Programm zur Reduzierung von Antibiotika in der Tiermast vor

Gesundheit schützen – Massentierhaltung stoppen!

Gemeinsam mit dem ehemaligen Kreisveterinär und Antibiotika-Experten Dr. Hermann Focke hat der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer einen Forderungskatalog zur Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes in der Tiermast vorgelegt. Danach sollen die Daten über die Verwendung solcher Mittel transparent und zentral erfasst werden. Meyer fordert für landwirtschaftliche Betriebe, die vermehrt Antibiotika einsetzen einen konkreten Reduktionsplan. "Das Ziel ist die Halbierung des Mitteleinsatzes in fünf Jahren", sagte der Grünen-Politiker.

Eine Kennzeichnung von tierischen Produkten hinsichtlich von eingesetzten Antibiotika soll dem Verbraucher helfen, Betriebe die ohne diese Mittel auskommen, zu unterstützen.

Meyer: "Immer mehr tödliche Krankenhauskeime haben ihre Ursache im massiven Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung.  22 Prozent der Keime in Niedersachsen sind sogenannte landwirtschaftliche MRSA, haben ihren Ursprung in den boomenden Tierfabriken. Die Landesregierung darf dieses Problem nicht länger kleinreden, sondern muss unverzüglich handeln!" Es müsse Schluss sein mit dem Lobbyismus zugunsten der Agrarindustrie.

Jahrelang habe die Landesregierung den wachsenden Antibiotikaverbrauch in der Geflügelmast ignoriert und in Parlamentsdebatten bestritten. Nun sei ein flächendeckender Missbrauch als Wachstumsdoping erkennbar, doch der Landwirtschaftsminister weigere sich weiterhin, eine Agrarwende im Interesse des Gesundheitsschutzes einzuleiten. "Eine artgerechte, ökologische Tierhaltung ist der beste Beitrag zur Reduzierung antibiotikaresistenter Keime", sagte Meyer.

Hier geht es zu einem 14-Punkte-Plan, den Die Grünen in den Landtag einbringen,

hier das Ergebnis einer Untersuchung vom 9.1.2012 vom BUND

und hier zu einem Interview mit dem früheren Vizepräsident der bayerischen Landestierärztekammer Rupert Ebner, der Großmästern und Tierärzten massiven Medikamentenmissbrauch vorwirft.

Aktualisiert ( Montag, den 09. Januar 2012 um 15:37 Uhr )  

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