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Grüne Verkehrskonzepte

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Mobil in die Zukunft

Viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Osnabrück sind auf Mobilität angewiesen. Ziel GRÜNER Verkehrspolitik ist es, individuelle Flexibilität mit umweltweltfreundlichen Lösungen zu verbinden. Priorität hat für uns der Schutz der Umwelt. Durch verringerten Ausstoß von CO2 werden Luft- und Wohnqualität im Landkreis verbessert.

Wir GRÜNE streben eine verstärkte Sicherheit im Straßenverkehr, vor allem für Kinder und ältere Mitbürger an - sowohl durch entsprechende Regelungen innerorts als auch außerhalb der Ortschaften zur Vermeidung von Staus und Raserei.

Global denken und lokal handeln:

Klimaveränderungen und demographischer Wandel fordern ein Umdenken lokaler Politik. Bürgernahe Verkehrspolitik, die die Umwelt schützt, ist unser Ziel. Da die Benzinpreise durch Krisen und Knappheit weiter steigen werden, sind viele gezwungen oder fühlen sich motiviert, ihr Auto stehen zu lassen. Dennoch sollte die Mobilität nicht eingebüßt werden. Daher ist es notwendig, den öffentlichen Personennahverkehr und das Radwegenetz auszubauen und den Straßenbau zurückzuschrauben. Umweltschutz und Mobilität erreichen wir, wenn wir konkret handeln.

Weniger Straße – mehr Bus und Bahn!

Wir GRÜNE setzen auf den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV): Der Individualverkehr stellt den größten Einzelemittenten im Straßenverkehr dar. Emissionen und Landschaftsverbrauch rechtfertigen eine Hinwendung zum ÖPNV. Weiterer Straßenbau durch Waldgebiete und Landschaft vernichtet Biotope und verhindert Artenvielfalt. Bislang sind viele Menschen im ländlichen Raum auf ein Auto angewiesen - diese Abhängigkeit wollen wir GRÜNE langfristig lösen durch weniger Straßenbau und mehr Bus und Bahn:

  • Schnelle Verbindungen – kurze Fahrzeiten auch in ländlichen Gebieten

  • Vorrangschaltung an Ampeln für Busse

  • Ausweitung der Taktzeiten, angeglichen an die Öffnungszeiten der Geschäfte für Kunden und Beschäftigte, Mo. – Sa- bis 20.00 Uhr

  • Günstige Busverbindungen mit familienfreundlichen, transparenten Tarifen

  • Kurze Wege zu den Haltestellen

  • Behindertengerechte Ausrichtung des ÖPNVs in allen Bereichen

  • Erweitertes Angebot auch an Wochenenden und Tagesrandzeiten

  • Harmonisierung der Ankunftszeiten mit Schul- bzw. Arbeitsbeginn zur vollen Stunde

  • Null-Tarif für Hartz IV- Empfänger

  • Ausbau Firmen-Abos

  • Kombi-Tickets für Bus und Bahn für den gesamten Landkreis Osnabrück und kreisnahen Städte wie z.B. Ibbenbüren, Lengerich, Versmold, Damme, Vechta

  • Wetterschutz an Haltestellen und Bahnhöfen in einem gepflegten Umfeld

  • Ausbau der kundenfreundlichen Elektrotafeln an Haltestellen mit aktuellen Fahrplaninfos

Vom LKW auf die Schiene und auf das Wasser:

Wesentliche Anteile an den direkten Emissionen hat der gewerbliche Straßenverkehr. Daher soll auf weitere Umgehungsstraßen und auf den Aus- und Neubau von Straßen zugunsten des Fernverkehrs verzichtet werden. Jeder Euro, der hier investiert wird, zerstört wertvolle Naturschutzgebiete, zerschneidet kulturell gewachsene Siedlungsräume, verhindert den Ausbau des Schienenverkehrs. Daher unterstützen wir GRÜNE alle Initiativen, die die Zerschneidung der Landschaft verhindern wollen, wie z.B. den Bau der B51 durch den Freden in Bad Iburg oder Richtung Hilter. Vermeidung anstatt Verlegung! Verkehr wird durch Straßenbau nicht weniger, sondern mehr - Lärm- und Luftemissionen steigen!

Der Güterverkehr gehört auf die Schiene! Der zunehmende Schleichwegverkehre durch die Dörfer und Gemeinden wird durch eine Ausweitung der Maut und verstärkte Geschwindigkeitsbeschränkungen und –kontrollen unattraktiv. Dafür werden die Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO) verstärkt genutzt und vorhandene Anbindungen zur Steigerung des Güterverkehrs auf die Bahn (Wittlager Kreisbahn) aktiviert Konkrete Vorhaben wie die Nutzung der vorhandenen Wasserstraßen, der Ausbau des Hafens in Bohmte als auch ein Nachtfahrverbot für LKWs in den Städten und Gemeinden tragen zu einer deutlichen Verminderung des LKW-Verkehrs im Landkreis bei.

Ausbau des Schienennahverkehrs: Erfolgsmodell Haller Willem

Der Haller Willem beweist sich als Erfolgsmodell! Der jahrelange Kampf um die Erhaltung der traditionellen Bahn hat sich gelohnt. Aber auch hier sind noch Optimierungen wie ein Halb-Stunden-Takt zumindest in den Hauptverkehrszeiten und eine Haltestelle am Rosenplatz, oder auch die Wiedereinführung der Frühverbindung zwischen Bielefeld und Osnabrück am Sonntag.

Wir GRÜNE stehen dafür, dieses Erfolgsmodell auch auf andere Projekte zu übertragen!

Hierfür gilt: Durch günstige Verbindungen sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr sind die Anbindung von Bus und Bahn aufeinander abzustimmen. Dadurch ist die Abhängigkeit vom Individualverkehr vermeidbar. Wir GRÜNE unterstützen den Ausbau einer Stadtbahn, die z.B. Hasbergen und Belm an Osnabrück anbindet sowie den Ausbau, die Reaktivierung und den Erhalt weiterer Schienenverbindungen, z.B.: Tecklenburger Nordbahn, Gütersloh-Lengerich, Wittlager Kreisbahn, Spelle-Quakenbrück. Wohnnahe Haltestellen und Verbindungen können durch die Reaktivierung der Bahnhöfe in Vehrte, Alfhausen oder Badbergen geschaffen werden. Weiterhin setzen wir uns für den Erhalt der Hüttenbahn in Georgsmarienhütte ein.

Die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern und der Verleih an Bahnhöfen unterstützt die Mobilität des Einzelnen und muss zu einer Selbstverständlichkeit werden.

Landschaftsschutz: Nein zur A33

Durch die Planung der Autobahn 33 sind bereits vom Landkreis Osnabrück viele Gelder gebunden. Dieses Geld fehlt zum Ausbau des ÖPNV. Wir GRÜNE im Landkreis werden uns weiterhin massiv gegen die A33 einsetzen. Der Schutz des Menschen und von Naherholungsgebieten steht für uns GRÜNE an oberster Stelle. Der Zerstörung des ökologisch hochwertigen Nettetals werden wir entgegentreten: im Kreistag, in den Kommunalräten und durch Unterstützung der Bürgerinitiativen. Wir treten für eine Neubewertung der Planungen durch den Kreis ein, damit die A33-Nord nicht weiterhin durch den Kreistag unterstützt wird. Ziel ist es, alle Planungen für die Autobahn zu beenden und die A33 für immer aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen.

Autos ´raus – Leben ´rein: umweltfreundliche und lebensnahe Städteplanung

Menschenfreundliche Städteplanung bedeutet: Spielende Kinder, gefahrenfreie Zonen, gute Luft, kein Autolärm: das hat für uns GRÜNE Vorrang vor Individualverkehr.

Daher fordern wir die Erweiterung der verkehrsberuhigten Zonen in den Städten und Gemeinden, ein Nachtfahrverbot für LKW in den Kommunen und verstärkte Geschwindigkeitskontrollen. Shared-Space Modelle wie in Bohmte müssen in den Kommunen mehr Berücksichtigung finden: hier sind alle Verkehrsteilnehmer gleichbereichtigt, Rücksicht auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer ist gefordert, das Innenstadtleben soll lebendig sein und kein Verkehrsknotenpunkt. Ausleihbare Cityfahrräder erleichtern die Umorientierung zu einem menschenbejahenden Städtebild.

Flughafen Osnabrück-Münster: kein Geld für die Startbahnverlängerung

Im Gegensatz zum öffentlichen Personennahverkehr handelt es sich beim Bau von Flughäfen nicht um Pflichtaufgaben der Daseinsvorsorge. Darum sind die Summen freiwillig, die der Landkreis Osnabrück für den Ausbau des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) ausgibt - Steuergelder, die an anderer Stelle, z.B. für den ÖPNV, fehlen. Vor allem die geplante Startbahnverlängerung ist angesichts der knappen Haushaltsmittel und der hohen Verschuldung im Landkreis Osnabrück nicht mehr verantwortlich zu finanzieren. Darüber hinaus ist ein weiterer Ausbau des Flughafens nicht nur wirtschaftlich eine Fehlinvestition, sondern zerstört wertvolle Naturlandschaften, erhöht die Lärmbelastung der Anwohner beträchtlich und verstärkt die CO²-Emmissionen. In diesem Zusammenhang fordern wir GRÜNE konsequent den Ausstieg des Landkreises aus der Flughafengesellschaft FMO. Wir unterstützen Aktionen gegen Fluglärm.

Öffentliche Institutionen

Von öffentlichen Einrichtungen erwarten wir, dass sie weitestgehend auf Individualverkehr verzichten und bei der Anschaffung von Dienstfahrzeugen Varianten mit dem geringstmöglichen CO2-Ausstoß wählen.

 

Aktualisiert ( Samstag, den 11. Juni 2011 um 11:16 Uhr )  

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